In stiller Trauer

Der Bezirksverband Oberfranken

nimmt Abschied von seinem Zuchtfreund

 

Ludwig Vogel

 

Der Name Vogel, den unser Zfr. Ludwig mit in die Wiege gelegt bekommen hatte, war wohl das Ausschlaggebende, dass er sich von seiner Kindheit an zu den gefiederten Freunden auf zwei Beinen hingezogen fühlte. Als Schuljunge beobachtete er fasziniert die Startauben des damaligen Schwarzenbacher Polizeimeisters, bis dieser ein Erbarmen mit ihm hatte und zwölf Tauben in einen Karton packte und sie ihm schenkte. So begann 1949 die Züchterlaufbahn mit Startauben, denen sich unser Zfr. Ludwig Vogel bis 2019, also 70 Jahre lang, widmete. Ebenfalls 1949 trat Ludwig Vogel als Jugendlicher mit 15 Jahren in den GZV Schwarzenbach a.d.Saale und Umg. e.V. ein. Als Gründungsmitglied konnte er zum Jubiläum 2024 75 Jahre Mitgliedschaft feiern. 1999 wurde er bereits zum Ehrenmitglied im GZV Schwarzenbach a.d.Saale ernannt. Von 1978 bis 1989 war er 2. Vors. des Vereins. Zwölf Jahre Schriftführer, von 1964 bis 2010 Zuchtwart und 22 Jahre Ausstellungsleiter sprechen für sich.

Ludwig Vogel (r.) mit seinem Zuchtfreund Wilfried Fischer (l.) 2004

 

Ab 1955 galt seine Liebe den Brünner Kröpfern, mit denen er große Erfolge feiern konnte. Ab 1974 und in den 14 darauffolgenden Jahren züchtete Ludwig Vogel die Deutschen Modeneser Schietti, weiß. Zwei Jahre zuvor, also 1972, begann Ludwig Vogel mit der Zucht der Zwerg-Orloff, rotbunt, die er bis 2005 nahtlos mit sehr großem Erfolg züchtete. 1982 schloss er sich dem SV der Orloff- und Zwerg-Orloffzüchter an. Von da an ging es steil bergauf. Der Durchbruch zur Spitze gelang 1984. Unzählige Titel und Trophäen reihen sich seit dieser Zeit aneinander. Darunter mehrere Deutsche und Bayerische Meistertitel. 1984 war für unseren Zfr. Ludwig Vogel nicht nur züchterisch ein besonderes Jahr. Er übernahm in diesem Jahr auch den Vorsitz des KV Hof/Rehau, den er bis 2001 mit Witz und Humor und einer straffen Hand führte.

 

Für seine Verdienste um die Rassegeflügelzucht wurde er 1977 mit der silbernen Bundesnadel und 1988 mit der goldenen Bundesnadel geehrt. Seit 1995 trug er den Titel des Ehrenmeisters der Bayerischen Rassegeflügelzucht. In den darauffolgenden Jahren wurde Zfr. Vogel viel Ehre zuteil. So bekam er für sein ehrenamtliches Engagement 2002 das Ehrenzeichen vom bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber verliehen, wurde zum Ehren-Kreisvorsitzenden des KV Hof/Rehau und zum Ehrenmitglied im BV Oberfranken ernannt. Auf der Bundestagung in Bamberg wurde er 2004 zum Bundesehrenmeister im BDRG gekürt.

 

Mit Rat und Tat stand Zfr. Ludwig Vogel jedem zur Seite. Sein fachliches Wissen auf dem Gebiet der Rassegeflügelzucht und der Vogelkunde war für alle ein Segen. Trotz seines hohen Alters war unser Zfr. Ludwig bis 2024 sehr aktiv. Erfolgreich stellte er seine Startauben, Brünner Kröpfer, Dt. Schautippler und zuletzt Arab. Trommeltauben auf allen Verbandsebenen zur Schau und war mit Leib und Seele auf vielen Veranstaltungen dabei.

 

Am 18.10.2025 ging mit dem Tod von Zfr. Ludwig Vogel ein Stück Rassegeflügelzucht verloren, welches kaum aufzuwiegen ist.

 

In Dankbarkeit und Anerkennung, lieber Ludwig, nehmen wir nun schweren Herzens Abschied von dir. Es war uns eine Ehre ein Stück mit dir auf deinem Lebensweg gehen zu dürfen.

 

Deine Zuchtfreunde vom Bezirksverband Oberfranken

Am 20. März 2025 verstarb Zuchtfreund und Preisrichterkollege Konrad Prechtl.

 

Sein Name stand für die Huhnschecken-Zucht wie es wenige tun. Gerade die Blauen mit schwarzen Binden hatten es ihm angetan. Mit diesen feierte er größte Ausstellungserfolge. Jahrzehnte stellte er sie bei vielen Ausstellungen aus. Von der Lokalschau bis zur Europaschau, überall war er vertreten. Auch zeigte er seine Tiere seit über 40 Jahren ohne Unterbrechung bei der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover und errang mehrere Blaue Bänder. Er hatte nie eine Sonderschau ausgelassen. Seit 1983 war er als Preisrichter zugelassen und war für die Gruppen E-M und Z1-Z3 zugelassen. Er wurde wegen seiner offenen und herzlichen Art immer gerne verpflichtet. Auch bei Jungtierbesprechungen gab er sein Wissen und Können an Interessierte weiter. Seine züchterische Heimat hatte er im GZV Roth e.V. und war dort seit 69 Jahren Mitglied sowie rund 55 Jahre Schriftführer. Dem SV d. Florentiner. u. Huhnschecken-Züchter trat er 1975 bei. Dort war er von 1974 bis 1977 3. Vorsitzender und von 1977 bis 1998 Vorsitzender. Zudem übte er von 1971 bis 1992 das Amt des Zuchtwartes für Huhnschecken aus. Bei so viel Engagement blieb es nicht aus, dass er zahlreiche Ehrungen zugesprochen bekam. So erhielt er vom Ortsverein über KV, BV und LV sowie BDRG und VDT die goldenen Ehrennadeln. ebenso vom SV d. Florentiner- u. Huhnschecken-Züchter. Er wurde zum Ehrenmeister der Deutschen Rassegeflügelzucht, Meister der Bayerischen Rassegeflügelzucht und Meister der Deutschen Rassetaubenzucht ernannt. Vom Ministerpräsidenten Bayerns erhielt er das Ehrenzeichen für das Ehrenamt und vom SV wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

 

BDRG, LV Bayerischer Rassegeflügelzüchter e.V., PV Bayern, BV Mittelfranken, KV 5 Schwabach, GZV Roth e.V., SV d. Florentiner- u. Huhnschecken-Züchter

Unser Zuchtfreund und ehemaliger Preisrichterkollege Walter Hackner ist verstorben.

 

1964 trat er dem KTZV Fürth-Fach bei, indem er von 1969 bis 1988 stellv. Vorsitzender war. Von 1972 bis 1984 war er auch Jugendobmann für Geflügel. 1986 wechselte er in den KTZV Fürth-Stadeln. Dort war er jahrzehntelang stellv. Vorsitzender des KV Fürth Stadt und Land. 1984 wurde er Mitglied des Nürnberger TC und war dort ebenfalls jahrzehntelang dessen Schriftführer. Der Buchholzer Taubeninnung trat er 1995 bei und gehörte seit 1992 dem ZB Bayern an. 1978 wurde Walter Hackner Mitglied der Gr. Nürnberg-Neumarkt im SV d. Z. Deutscher Schautauben. Dort war er anfangs Pressewart und ab 1984 35 Jahre lang Vorsitzender. 1989 wurde er zum stellv. SV-Vorsitzenden gewählt und war aktiv an der Vereinigung der Schautaubenzüchter in Ost und West beteiligt. Zwei Jahre später wurde er Vorsitzender und führte den SV zum 100-jährigen Bestehen zur Jubiläumsschau in Nürnberg. Dort wurde die von ihm verfasste Chronik präsentiert. 2012 wurde er Ehrenvorsitzender des SV. Zum Dank für seine Verdienste wurde Walter Hackner mit der Goldenen Schautaube geehrt, die bisher nur einmalig vergeben wurde. Seit 1991 war er PR für Formentauben und wurde im selben Jahr zum SR für Deutsche Schautauben ernannt. Bei vielen Schauen war er AL oder in der AL aktiv, wie bei vielen Nürnberger Taubenschauen, wofür er durch sein ruhiges, freundliches und korrektes Auftreten besonders geeignet war. Sein Fachwissen spiegelte sich in den zahlreichen Schauerfolgen mit vielen Ehrenbändern auf Haupt- und VDT-Schauen wider. 1990 und 1992 wurde er Bayerischer Meister. Er trug die goldenen Ehrennadeln des KTZV Fürth-Vach, des LV Bayern, des VDT und des SV d. Z. Deutscher Schautauben. 2004 wurde er zum Ehrenmeister des BDRG und Meister des LV Bayern sowie 2008 zum Meister der Deutschen Rassetaubenzucht ernannt.

 

BDRG, LV u. ZB Bayern

SV d. Z. Deutscher Schautauben Gr. Nürnberg-Neumarkt, Nürnberger Taubenclub, Buchholzer Taubeninnung, KTZV Fürth-Stadeln, KTZV Fürth-Vach

Am Montag, 03.02.2025 verstarb Heike Huber aus Niedersteinbach.

Der Verband Bayerischer Rassegeflügelzüchter e.V. trauert um Ehrenmitglied und Ehrenjugendleiter

Willi Stärk

Der Verstorbene war seit 1977 Mitglied im KLZV Roding jetzt Pösing 
und war dort viele Jahre 2.Vorsitzender, Zuchtwart für Hühner und Tauben sowie Jugendleiter.

Im Bezirksverband Oberpfalz war er von 1982 bis 1989 Jugendleiter
und im Landesverband von 1989 bis 2007 Landesjugendleiter,
anschließend Ehrenjugendleiter.

Im Jahre 2000 erfolgte die Ernennung zum Ehrenmeister
des Verbandes Bayerischer Rassegeflügelzüchter und im Jahre 2006
zum Bundesehrenmeister.

Im Jahre 2009 wurde er zum Ehrenmitglied des VBR ernannt.

An der Trauerfeier mit anschl. Beerdigung haben
1.VBR-Vorsitzender Georg J. Hermann, 2.VBR-Schriftführer Franz Hiergeist, 1.BV-Vors. Oberpfalz Willi Roauer und VBR-Kassenprüfer Hans Ederer teilgenommen.

Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren.

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